Sonntag, 19. Januar 2014

Phnom Penh, der erste Morgen

In ganz zentraler Lage haben wir im Royal Guesthouse genächtigt. Der Name trügt etwas. So royal ist es hier nicht. Allerdings ist es sauber und das Bett sehr bequem. Selten habe ich bis jetzt auf Reisen so gut geschlafen.
Seit gestern haben wir beide einen kleinen Durchhänger. Ich habe Schnupfen und Husten. Wahrscheinlich ist das auf die starke Klimaanlage im Reisebus von Siem Reap nach Phnom Penh zurück zu führen. Die Erkältung hat mich ziemlich runter gezogen, sodass wir gestern früh schlafen gehen mussten.
Um heute Morgen noch einmal wieder Geld zu sparen sind wir nicht frühstücken gegangen sondern haben uns leckere Baguettes und ein ganzes Glas Marmelade gekauft. Das Preis- Leistungsverhältnis ist unschlagbar.
Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt spielen die Kambodschaner eine Art Hacky Sack mit eim Ball, der einem Federball ähnelt. Wer wollte konnte einfach mitspielen. Es haben alt und jung gespielt. Ich werde so ein Spielzeug bestimmt noch kaufen und nach Deutschland bringen.
Nachdem Sandra einen kleinen Mittagsschlaf gemacht hat ziehen wir jetzt los auf den Markt. Unser Mittagessen wird Baguette mit Avocado, das wir mit einer Mango oder einer Ananas abrunden werden.

Was für ein herrlicher Nachmittag. Unser Mittagessen war wie angepriesen unglaublich schmackhaft. Wir haben zwei Baguettes mit Sesam und Mohn gekauft. Erst als ich das Baguette aufgeschnitten habe ist mir aufgefallen, dass noch einmal die gleiche Menge von Sesam und Mohn in das Baguette gebacken wurde. (Unglaublich Nr.1) Beide Baguettes haben zusammen 0,75 Dollar gekostet. (Unglaublich Nr.2) Die Avocado, die für beide Baguettes vollkommen ausreichte und doppelt so gross ist wie unsere in Deutschland hat ca. 1,35 Dollar gekostet. Das ist nicht so unglaublich, aber trotzdem noch günstig. Die Mangos zum Nachtisch waren das abschliessende Highlight. Zwei riesen grosse, richtig reife Mangos für 1 Dollar. (Unglaublich Nr.3)
Gegessen haben wir an der Promenade des Tonle Sap River, der ein paar hundert Meter weiter mit dem Mekong River zu dem Bassac River wird. Eine wirklich schöne Promenade mit genug Platz und vielen Sitzmöglichkeiten. Problematisch ist allerdings die Armut in Kambodscha und vor allem die Anzahl an Kindern, die betteln muss. Ausländer haben es wirklich schwer in Ruhe auch nur fünf Minuten zu verweilen. Da fällt der Kontrast zwischen arm und reich in Kambodscha wirklich sehr extrem auf. Jedes zweite Auto in Phnom Penh ist ein Lexus Geländewagen, ein klobiger Land Rover oder ein Toyota. Alte Autos sucht man vergeblich.
Da wir für unseren Visaantrag noch bis Mittwoch in Phnom Penh bleiben haben wir uns entschieden eine Kambodschanische Sim-Karte zu kaufen. Die Karte hat einen Dollar gekostet und war bereits mit 50 Cent aufgeladen. Schon vorher habe ich mich im Internet informiert und festgestellt, dass ein Anruf nach Deutschland auf das Festnetz lediglich 7 Dollar Cent kostet. Internet für einen Monat mit 300 Mb kostet ebenfalls einen Dollar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen