Ich angekommen auf Bali, kurz orientiert und dann direkt zur Ankunftshalle. Wie immer erwartete mich eine Masse an Wilden, die irgendjemanden vom Flughafen abholen wollten und Taxifahrer, die einen sofort um die Ecke zu ihrem Auto bringen wollen. Gut, kennt man ja mittlerweile, die wollen schliesslich nur Geld verdienen. Ich also jedes Angebot verneint und immer nett zurück gelacht, mich schliesslich in den Pulk gemischt und erstmal den Rucksack abgesetzt. Jetzt hatte ich die Empfangshalle im Sichtfeld und die Anzeigetafel auf der alle Flüge aufgeführt wurden. Ich habe gewartet, gewartet und gewartet. Irgendwann verschwand der Flug von der Tafel, weil bereits aktuellere Flüge gelistet wurden. Eine Situation, die einen schon etwas unruhig werden lässt. Ich habe ein zweites Mal am Infopoint nachgefragt und wie immer die Antwort bekommen, dass man sich einfach noch gedulden muss. Jetzt kommen wir zum unglücklichen Teil. Ich hatte kein Handy auf Bali, um auch nur irgendwie mit Sandra Kontakt aufnehmen zu können. Kein Whatsapp, keine Sms, keine Anrufe, keine Mail, die ich hätte senden können. Bei jedem Schwung Reisender, die aus der Schiebetür in die Empfangshalle eintraten fing mein Herz an zu rasen. "Wo ist Sie verdammt?" Zwischendurch habe ich noch einen Koreaner kennengelernt, der seine Freundin abholen wollte, die ebenfalls aus Darwin kommen sollte. Allerdings war diese Passagier auf dem Flug, der bereits vor 45 Minuten gelandet ist. Wir konnten nur warten, als plötzlich seine Freundin eintraf. Da fragt man sich doch wirklich was mit Sandra los ist, wenn der Flieger von ihr schon längst gelandet ist. Genau diese Situation wollte ich Sandra ersparen, dieses elendige Nervös werden. Ganz verrückt wurde es dann aber nach zwei Stunden, als ich zwei Franzosen angequatscht habe, in der Hoffnung eine Mail über deren Handy versenden zu können. Ich wie wild in das Handy getippt und probiert mich einzuloggen. Dummerweise hatte ich mich am gleichen Tag aus Malaysia eingeloggt, Sandra, weil Sie die Flugdaten haben wollte, aus Australien und ich schliesslich wieder aus Indonesien. Intelligent, wie das Sicerheitssystem von Google ist hat es eine Sperre aktiviert, die es mir nicht möglich machte in meinem nervösen Zustand die Sicherheitsfragen zu beantworten. (Ich habe den Prozess drei weitere Male am PC durchlaufen, jedes Mal mit dem Ergebnis, dass meine Eingaben falsch sind. ... Ich war so sauer auf dieses System...) Noch während meines letzten Versuches mich einzuloggen sprach mich der Franzose an:"Is she your girlfriend?". Und er hatte recht. Nach gut zwei einhalb Stunden kam Sandra endlich durch die Tür gelaufen und direkt auf mich zu. Das war ein Moment, der mich den ganzen Stress hat vergessen lassen.
Zu unseren Unterkünften: Wir haben uns bereits vor dem Urlaub für zwei Hotels entschieden. Zum einen wollten wir nach Ubud und zum anderen in den Norden nach Sembiran.
In Ubud haben wir uns ein Bungalow ausgewählt, dass wirklich ungewöhnlich gelegen war. Abseits des Zentrums in mitten von Reisfeldern hat ein Belgier eine richtige Wohlfuehloase errichtet. Das Tanah Cinta ist allerdings kein Resort oder Spa, es ist eine Anlage mit 3 Bungalows und 4 Zimmern. Ein Platz an dem man in Ruhe seinen Urlaub verbringen kann. Drumherum ist nichts, lediglich Reisfelder und etwas weiter kleine Dörfer. Mit dem Motorbike sind es gut 25 Minuten bis in das Stadtzentrum. Nach der Ankunft und dem ersten Rundgang waren Sandra und ich uns einig, dass wir die richtige Unterkunft ausgewählt haben.
Nachdem wir das Tanah Cinta verlassen mussten hat es uns in den Norden zur Villa Boreh Beach verschlagen.
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