Donnerstag, 30. Januar 2014

Andere Länder andere Sitten

Heute gesehen in Ho Chi Minh. 

Ho Chi Minh City ein weiterer Tag

Es ist unglaublich, wie gut uns die Stadt gefällt. Anscheinend geht es den Vietnamesen gut. Fast jeder scheint das Leben zu genießen. Unser Plan heute bestand nur darin zum alten Postamt und Notre Dame zu laufen. Beides haben wir geschafft, aber die Vietnamesen haben uns den Tag einfach noch viel besser gestaltet. Überall in der Stadt feiern die Vietnamesen das Chinesische Neujahr. Anhand der Bilder könnt ihr erkennen, wie viel organisiert wird, um das neue Jahr zu feiern. Unmengen an Blumenarrangements wurden errichtet damit sich auch ja jeder Vietnamese mit seiner Familie davor fotografieren kann. Die ganze Stadt ist voll mit Menschen. Alles wirken so glücklich und freundlich.
Heute hatten wir allerdings zwei kleine Problemchen in Restaurants. Morgens wollten wir eigentlich nur einen Kaffe trinken. Sandra bestellte Eiskaffee und ich eine normale Tasse Kaffee. Bekommen habe ich einen 0,00001 Liter Tasse mit einem Aufsatz, in dem der Kaffee gebrüht wurde. Leider war nach 10 Minuten nur die halbe Tasse voll. Also weniger als wenig Kaffee. Dazu hatte man mir ein Glas mit Eis gestellt. Jeder normale Europäer fragt sich jetzt was das soll. Ich habe schliesslich keinen Eiskaffee bestellt wie Sandra. Nachdem ich mich nur erkundigen wollte wie ich meinen Kaffee trinken soll, und dass nicht wirklich viel Kaffee aus dem Aufsatz heraus gekommen ist hat man mir die Tasse getauscht und eine neue Tasse bereitgestellt. Jetzt mussten wir wieder 10 Minuten warten. Dannach hat man mir gesagt, dass ich jetzt die Tasse Kaffee in das Glas mit Eiswürfeln gießen soll. Also doch Eiskaffee. :D Ich habe es nicht verstanden, anscheinend trinkt man Kaffee in Vietnam auf diese Art und Weise. (Er war lecker)
Zweites Problem trat bei unserem Abendessen auf. Gestern Abend haben wir bereits in dem Restaurant gegessen und es ohne fremde Hilfe geschafft zu bestellen. Englisch ist in Vietnam nicht wirklich verbreitet. 5 Minuten nach dem wir bestellt haben sprach uns das Paar vom Nachbartisch an und wollte uns bei der Bestellung helfen. Sie konnten Englisch und glaubten, dass das Vietnamesische Personal unsere Bestellung nicht verstanden hätte. Wir also dem Tischnachbarn erklärt, was wir wollten und er hat alles noch einmal weiter gegeben. Ich habe ihn extra gefragt, dass die Kellner die Bestellung checken sollen. Nachdem er fertig war uns zu helfen hat er sich verabschiedet und wir weiter auf das Essen gewartet. Als der erste Teller mit dem Tofu kam war alles noch in Ordnung und lief ab wie erwartet. Als dann aber immer mehr Teller gebracht wurden und alles doppelt haben wir einen Teller nach zurück gehen lassen können, die anderen haben wir dann stillschweigend angenommen und aufgegessen. Wir haben es schon fast geahnt, dass es so laufen wird, aber was soll man machen. :D So ist das Leben. Zum Glück hatten wir genug Geld dabei.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Ho Chi Minh City, Vietnam

Ach was ist Vietnam ein tolles Land. Nachdem wir die mehr als stressige Fahrt von Phu Quoc nach Ho Chi Minh Stadt hinter uns gebracht haben wurden wir ganz herzlich in gutem Englisch von dem Hotelmitarbeiter empfangen. Etwas versteckt in einer kleinen Gasse liegt das Nguyet Van Hotel, in dem wir erst einmal für drei Nächte absteigen. Unser Zimmer ist sauber, wir haben ein eigenes Bad und alles ist ordentlich angerichtet. Tod Müde nach der Reise sind wir nur noch ins Bett gefallen, haben zwei Folgen Mad Men gesehen und sind anschliessend total erschöpft eingeschlafen.
Den ersten Tag in Ho Chi Minh wollten wir langsam angehen und alles auf eigene Faust entdecken. Wir brauchten einen Überblick. Nachdem wir uns zum Frühstück mit einer köstlichen Nudelsuppe und einer Coke Light gestärkt haben sind wir weiter gezogen ins Zentrum der Stadt. Anders als Kambodscha macht Vietnam einen viel fortgeschrittenen Eindruck und die Vietnamesen erscheinen deutlich freundlicher als die Kambodschaner. Auch hatte man uns gesagt, dass Ho Chi Minh Stadt, mit immerhin 9 Millionen Einwohnern sehr hektisch und chaotisch erscheinen würde. Die Stadt ist hektisch, aber angenehm hektisch. Viele Leute wuseln überall herum und Massen an Rollern kreuzten unsere Wege, aber es war immer möglich sich ruhig und sicher über jede Kreuzung zu begeben.
Am 31.1.14 feiern die Vietnamesen das chinesische Neujahrsfest. Dafür putzt jeder Vietnamese seine Auffahrt oder streicht den Zaun vor seinem Haus. Überall werden Blumen verkauft und gekauft. Es werden Figuren und Blumen aus Bonbons, Knoblauch und anderen Lebensmitteln gebastelt und verkauft. Oftmals werden die Figuren angemalt in Geld, Silber oder Gold. Alles glänzt und strahlt. Im Zentrum, am Ben Thanh Market fanden gerade Proben zu einer Vorführung statt. Es wurde gesungen und getanzt. Dazu spielte im Hintergrund vietnamesische Musik und Videos wurden über Leinwände gezeigt. Es gab bereits ein grosses Publikum, dass sich die Proben anschauten und wir haben uns für mindestens eine Stunde hinzu gesellt und Fotos gemacht.
Gegen die starke Sonne habe ich mir heute tatsächlich eine Mütze gekauft. Ohne handeln läuft hier gar nichts. Anders als in der Türkei macht es hier allerdings Spass und niemand ist beleidigt, wenn man den Preis mal zu tief ansetzt.

Jetzt fällt mir noch eine Geschichte ein die wir in Phú Quoc erlebt haben, deren Bestandteile ich allerdings in Ho Chi Minh auch schon beobachten konnte. Als im am dritten Morgen mit Tom, unserm Nachbar im Hostel Frühstück holen wollte ist uns der Hosteleigentümer mit seinem Sohn auf dem Roller begegnet. Er stoppte und wir fragten wo er denn mit dem prächtigen Geschenkkorb hin wolle. Dabei drehte er sich zu uns, kam etwas näher und flüsterte uns ins Ohr, dass er gerade auf dem Weg zur Polzei sei. Der Korb ist für den Präsidenten der Polizei. Wir wussten, dass er drei solcher Körbe im Hostel stehen hatte. Ein weiterer ist für die Head of Secretary in der Polzeistation und der dritte Korb für jemanden weiteres. Hotels in Vietnam müssen anscheinend die Namen der Besucher der Polizei melden. Läuft das Geschäft gut kassiert die Polizei mit ab. Wir waren zu dem Zeitpunkt über beide Ohren erstaunt, dass es sowas gibt. Aber, es macht jeder. In Ho Chi Minh hat eine Ladenbesitzerin einem Polizisten einen Umschlag mit Geld in die Hand gedrückt. Wer nicht mitmacht bekommt es mit der Mafia zu tun und das will schliesslich keiner. :)

Busse in Vietnam

Habt ihr schon einmal solche Busse gesehen? 

Sonntag, 26. Januar 2014

Phú Quốc, Vietnam

Unsere erste Adresse in Vietnam ist die wunderschöne Insel Phú Quốc. Ganz im Süden von Vietnam beeindruckt die Insel mit einer unvorstellbaren Schönheit. Lange, weisse Strände mit wenig Touristen und ständig gutem Wetter. Ganze vier Tage werden wir hier bleiben und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.
Nachdem wir die anstrengende Anreise hinter uns hatten und unser Zimmer bezogen haben sind wir Abends mit dem Roller in die Innenstadt gefahren und haben uns den Night Market angesehen. Mobile Fischrestaurants mit Unmengen an lebendigen Fischen, Muscheln und Schnecken preisen im Abendlicht ihre Ware an. Wer mag kann sich seine Auswahl auf einem der vielen BBQ Grills zubereiten lassen. Für uns gab es wieder mal keinen Fisch sondern Nudelsuppe mit Tofu. Der Anblick auf die anderen Teller war trotzdem ein wahrhaft guter Anblick.
Der zweite Tag stand ganz unter dem Thema "Perfekter Strand". Ganz im Norden der Insel sollte ein Strand sein, der wenig frequentiert sein soll und wunderschön daher kommt. Leider hat uns die Fahrt ganze 2,5 Stunden gedauert, da wir uns mehrfach verfahren haben. Wer die Karte der Insel jetzt sehen könnte würde verstehen warum. Es gibt ein Stück richtige Strasse, der Rest sind sandige Wege, die oftmals schwer zu passieren sind. Das Verständigungsproblem erledigt den Rest. Leider können viele Vietnamesen auf der Insel kein Englisch womit sich das Fragen nach dem Weg erübrigt.

Nachdem ich Sandra irgendwann auf Bali überreden konnte sich mit mir zusammen auf den Roller zu setzen ist sie gestern sogar selbst gefahren. Erst alleine zum testen und dann ganze 30 Minuten mit mir hinten drauf. Ich bin wirklich begeistert und erstaunt, dass ich so entspannt mitfahren konnte. :D

Freitag, 24. Januar 2014

Sihanoukville, Kambodscha

Eigentlich wollten wir nach Phnom Penh nach Krati, Kambodscha oder schon nach Vietnam fahren. Wir haben uns dann allerdings für einen kleinen Abstecher in den Süden Kambodschas entschieden und sind mit dem Bus nach Sihanoukville gefahren. Zu Sihanoukville gibt es nicht viel zu erzählen. Man hat das Gefühl, dass alle Restaurants und Gästhäuser nicht mehr in Kambodschanischer Hand sind und Engländer sowie Russen die Stadt dominieren. Da Reisen anstrengend ist wollten wir aber vor der Grenzüberschreitung nach Vietnam noch einmal am Strand entspannen. Wir haben es leider nur an einen von vier Stränden geschafft, der mehr einer Partymeile glich. Zum sonnen und entspannen hat es vollkommen gereicht. Ab und zu wollte man uns Obst oder Brillen verkaufen, Füsse oder Rücken massieren oder die Nägel schneiden. Anders als in manch anderen Ländern brauchte man allerdings nur ein "nein" um die Leute los zu werden und musste nicht erst 5 Stunden diskutieren.
Unser Hotel war ehrlich gesagt voll für den Arsch. Es schien als würde es von einem Engländer geführt. Ich habe keine Vorurteile gegen Engländer, aber diesmal haben wir bei der Hostelauswahl ins Klo gegriffen.
Am letzten Abend haben uns Promoter noch ein Werbeblatt zugesteckt. Abendessen für zwei mit Vorspeise und Hauptgang für insgesamt 10 Dollar. Ganz anders als zu erwarten hat sich hinter diesem Angebot ein unbeschreiblich schmackhaftes Dinner versteckt. Sandra und ich waren voll und ganz zufrieden. :)