Ich habe in einem Blog gelesen, dass man über Sapa gut nach Dien Bien Phu und anschließend nach Laos übersetzten konnte. Anders hätte man ansonsten auch die durchgängige 20-30 Stunden Fahrt von Hanoi direkt nach Luang Prabang, Laos wählen können. (Dazu aber in einem weiteren Post mehr...)
Nach der "Eis-Ich-sterbe-Fast-Zugfahrt" sind wir wie bereits geschrieben in unserem Hotel angekommen. Mehr als glücklich über die Wärmematten haben wir uns erstmal ein Nickerchen gegönnt. Guckt man sich die Bilder an wird einem schnell klar, dass man dank des Nebels keine 10 Meter weit sehen konnte. Es war also nicht nur beschissen kalt sondern auch noch nebelig. Es machte den Anschein, als wären wir nach Sapa gekommen, um einfach nur sagen zu können wir wären dort, oder um einfach zwei Tage ohne tolle Erfahrungen zu machen verstreichen zu lassen.
Auf der Suche nach einem Restaurant am Abend haben wir schon bemerkt, dass wirklich alle Gäste, egal wo, mit Jacken und Mützen in den Restaurants saßen. Es gab also wirklich keinen ver****** Platz in der Stadt, an dem man sich aufwärmen konnte. Wer sticht sich schon gerne mit der Gabel mehrfach in Lippe, weil die Hand so sehr zittert durch die Kälte? Es schien wirklich hoffnungslos. Als ich Sandra dann auch noch erzählt habe, dass ich ein Busticket nach Dien Bien Phu gekauft habe und der Bus erst am nächsten Abend fährt wurde uns klar, dass wir einen Tag einfach nichts machen können, weil unsere Klamotten einfach nicht auf das Wetter abgestimmt waren.
Und dann kam der nächste Morgen. Es war wieder arschkalt und nebelig. Nach dem Frühstück sind wir aus langeweile durch die Stadt gelaufen und haben uns einfach nur unterhalten. Laufen ist bekanntlich eine gute Wahl, wenn man seinen Körper etwas aufwärmen möchte. Irgendwo zwischen Bergen und Nebel haben wir plötzlich gar nicht weit entfernt eine Aussichtsplattform auf einem der vielen Berge entdeckt. Da ich nicht an Langeweile sterben wollte und wir gut sieben Stunden Zeit hatten bis der Bus abfährt haben wir bestimmt dreissig Minuten vergebens versucht einen Fahrt hinauf zu finden. Dummerweise war die Touristinformation, trotz offizieller Öffnungszeiten geschlossen. Nicht geschlossen war zum Glück deren Wifi. Über GoogleMaps haben wir uns den Startpunkt herausgesucht und gleich drauf zu marschiert. Für ging es darum einen Berg zu besteigen, für die Vietnamesen, die einen Counter am Fuß des Berges aufgestellt haben darum Geld zu machen. Jeder von uns beiden musste 70.000 Dong zahlen, um einen Berg hoch zu laufen! Ehrlich gesagt war ich etwas sauer. Als wir dann allerdings die Karte für den Berg und die damit verbundenen Gärten zugesteckt bekamen legte sich meine schlechte Stimmung etwas.
Keine 50 Höhenmeter später brach die Sonne durch die Wolken. Wir konnten uns gar nicht schnell genug die Jacken und Mützen ausziehen. Auf der Aussichtplatform angekommen unterlagen wir dem wunderschönen Anblick auf die Stadt Sapa. Reisterassen haben wir leider kiene gesehen und höchstwahrscheinlich hätte man dafür etwas weiter in die Berge fahren müssen, aber wir waren trotz alledem von unserem Ausflug begeistert. Auf Weg zurück haben wir auf halber Strecke Halt gemacht und uns bei einem Wasser die landschaftliche Schönheit weiter angesehen.
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