Den ersten Tag in Hanoi haben wir fast vollständig in dem ersten Kaffee verbracht, dass wir gefunden haben. Auf der Terrasse im zweiten Stock haben wir es uns zwischen vielen Vietnamesen gemütlich gemacht und wieder einmal über unsere Heimreise gesprochen und über die vielen Dinge diskutiert, die wir ab da an wieder zu erledigen haben.
Für den ersten Tag war das eigentlich alles, was wir so erlebt haben. Am Abend sind wir noch durch "unser" Viertel gelaufen und haben uns mit der Gegend bekannt gemacht. Wirklich ungewöhnlich war die Tatsache, dass es in dem Old Quarter kaum Essensstände bzw. Restaurants gab. (Wir müssen zugeben, dass wir auch nur in Richtung Süden gelaufen sind. Am nächsten Tag hat sich herausgestellt, dass in Richtung Norden alles voll gepflastert ist mit Restaurants)
Der nächste Tag war dann wieder etwas strukturierter. Wir wollten uns das Ho Chi Minh Mausuleum ansehen, in dem der verstorbene Revolutionär und Politiker seit seinem Tod ausgestellt wird. (Laut Recherche wollte er eigentlich ganz normal Beerdigt werden, das hat man ihm aber wohl anscheinend nicht gegönnt) Ausgeschlafen und mit vollem Elan sind wir losgelaufen und haben dann allerdings erfahren, dass das Museum an dem heutigen Tage gar nicht geöffnet hatte. Wie es der Zufall will haben wir in unmittelbarer Nähe ein Cafe entdeckt. "The Kafe" war eine Perle mitten in Hanoi. Sandra und ich haben selten so gut zu einem wirklich fairen Preis gegessen und getrunken. Zudem lag der Wohlfühlfaktor bei 100 Prozent.
Erst am nächsten Tag haben wir es schliesslich zum Mausuleum und anschließend zum Temple of Literature geschafft.
Das Mausuleum hat von 9:00 bis 11:00 Uhr geöffnet. Es unterliegt strengsten Sicherheitsmaßnahmen. Fotografien sind nicht gestattet. Ob es Polizei, Militär oder eine eigens für das Mausuleum eingeführte Sicherheitskomando war, die das gesamte Areal bewachten wissen wir nicht. Es machte allerdings einen Militärischen Eindruck. Es wurden immer kleine Gruppen aufgefordert langsam und ruhig über das Gelände sowie durch das Mausuleum zu gehen. Verweilen wurde nicht gestattet. Am Ende kann man sagen war es ein lustiges Spektakel. Wir wollten erst noch einmal durch gehen, weil wir ansonsten mit unserem Programm für den Tag um 10:30 Uhr durch gewesen wären hätten wir den Tempel nicht noch besichtigt.
Das Bild mit den unzähligen Kabeln ist das Werk der Vietnamesischen Telefongesellschaft. Man findet in jeder größeren Stadt diese Verwirrungen von Kabeln an Masten oder Häusern. Es ist so berühmt, dass viele Straßenhändler T-Shirts mit Bildern der Masten verkaufen.
Alles in Allem war Hanoi eine interessante Stadt, die anders als Saigon nicht ganz so viel zu bieten hat. „The Kafe“ hätten wir gerne mit nach Deutschland genommen, nachdem wir drei Mal dort Essen waren. Es wäre ein wirklicher Gewinn.
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