Mittwoch, 5. Februar 2014

Nha Trang und Hoi An, Vietnam

Lange Busfahrten haben uns geschlaucht. Kaum zu glauben, dass wir morgen von Hoi An nach Hanoi fahren wollen und somit eine Busfahrt von 16-18 Stunden auf uns nehmen. Glücklicherweise wird es ein Schlafbus und nicht wieder ein Sitzbus, wie von Nha Trang nach Hoi An.
Jetzt aber der Reihe nach.
Nha Trang hat sich für uns eigentlich nur als Notlösung herausgestellt. Busfahrten sind um die Zeit des chinesischen Neujahres um ein vielfaches teurer als zu normalen Tagen. Busreisen sind oftmals schon lange im Voraus ausgebucht und einen Lokalen Bus zu nehmen wollte uns wirklich niemand empfehlen. (Ich habe die Busse gesehen und kann das nachvollziehen. Viele ältere Frauen sammeln alte Dosen aus Aluminium. Die Busse sehen aus, als wären sie aus den recycelten Dosen zusammen gebastelt)
Nha Trang sieht sich selbst als Russisches Reiseziel. Sandra hat Menükarten gefunden, auf denen die Positionen auf Vietnamesisch und Russisch aufgeführt werden. Kein Englisch. Für alle anderen Gäste gibt es dann die Karte mit Bildchen damit man sich wie ein fünfjähriger sein Happa Happa auswählen kann.
Unser Aufenthalt hat sich dem entgegen als sehr komfortabel herausgestellt. Wir wurden vorbildlich beherbergt und das Personal hat mit große Engagement unsere Wünsche erfüllt. Dass wir in einem 38 Betten Schlafsaal übernachtet haben ist völlig untergegangen.
Nha Trang glänzt wie viele Orte in Vietnam mit einem herrlichen Sandstrand, der sich Kilometerweit entlang der Küste zieht.
Bilder haben wir wenige gemacht. Es war uns einfach viel zu touristisch. Lieber haben wir uns abends in eine Bar verkrochen und uns mit ein paar Cocktails betrunken. Das muss auch mal sein. ;D
Hoi An gibt sich wiederum ganz anders als Nha Trang. Es umgeben uns wieder die gewohnten Backpacker, nicht diese reichen Pauschaltouristen. :D
Nach der zwölft Stunden Busfahrt im Sitzbus kamen wir gegen halb 4 Morgens an. Ein Zimmer hatten wir natürlich erst ab 14 Uhr laut Buchungsbestätigung. Somit mussten wir bei nicht ganz vernachlässigbarer Kälte in dem offenen Empfangsbereich des Hotels warten. Wir waren allerdings nicht die einzigen. Zwischen 5 und 6 Uhr morgens sieht man mehr Touristen durch den noch dämmernden Ort laufen als Einheimische.
Wir haben uns ein wenig übermüdet an einen Tisch gesetzt und einige Folgen Mad Men gesehen. Was würden wir bloß ohne einen Laptop und Internet machen...
Zum Glück hat gegen 6:30 Uhr das Buffett eröffnet und wir konnten uns erstmal stärken. Naja, Sandra hat es gestärkt, bei mir hat es das Gegenteil bewirkt. Ich bin mir sicher es war der Reis mit Ei. Habe bereits beim Essen schon manche Stücke wieder auf den Teller gelegt, weil es nicht gut aus sah und ich hatte wohl recht. Einen Tag konnte ich komplett krank feiern und habe fast nur geschlafen.
Die anderen beiden Tage konnten wir dann wie gewohnt mit Sightseeing und Essen gehen verbringen. Hoi An ist wahrlich eine wunderschöne Stadt mit alten Kolonialbauten, die häufig in unwirklich schönem Gelb oder Blau gestrichen sind.

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