Samstag, 22. Februar 2014

Luang Prabang

Luang Prabang wurde uns bereits vor der Einreise nach Laos als eine der schönsten Städte Asiens verkauft. Untermauert wird diese Meinung natürlich noch durch den Lonely Planet. Sandra und ich haben uns wenig Gedanken darüber gemacht was uns in Laos erwartet respektive in Luang Prabang erwartet. Nach der Horrorfahrt sind wir zunächst in einem Hostel untergekommen, dass wir nachts gegen 3 oder 4 Uhr gefunden haben. Wir waren vollständig erschöpft und wollten einfach nur schlafen und duschen. Unsere Stimmung war und das beiderseitige Verständnis war etwas angeschlagen. Wir brauchten wirklich dringend Schlaf und Privatsphäre.

Hier ist vielleicht anzumerken, dass Sandra meinen Post über die Horrorbusfahrt etwas zu lasch formuliert findet. In Wahrheit war es noch viel schlimmer. 

Kurz um, wir haben nicht gesehen wo wir angekommen sind mit dem Bus und natürlich haben wir von der Stadt noch nichts sehen können. Am nächsten Morgen mussten wir gegen 11 Uhr auschecken. Wir wollten sowieso nicht länger bleiben, weil Sandra und ich kurzerhand zwei bessere Alternativen rausgesucht haben. Leider hatte man in dem ersten Hostel, das wir nach der kurzen Nacht besuchten keine Zimmer mehr frei. Daraufhin sind wir genau in die andere Richtung gelaufen, mit der Hoffnung dort ein Zimmer zu bekommen. Glücklicherweise wurden wir dort fündig und konnten endlich guten Gewissens in ein sauberes Zimmer mit weichem Doppelbett einziehen. Matratzen in Laos sind oftmals einfach nur hart. So hart, dass nicht jeder darauf schlafen kann.
Ab diesem Zeitpunkt wurden alle stressigen Momente vergessen, der innerliche Resetknopf gedrückt und die Stadt bzw. das Land mit anderen Augen entdeckt. Verrückt ist nur, dass wir es an den ersten beiden Tagen nicht weit geschafft haben. Ganze 15 Minuten sind wir gelaufen bis wir ein wundervoll gelegenes Cafe gefunden haben (Joma Backery). Ich konnte mir endlich einen normalen Kaffee bestellen, der in einer richtigen, großen Tasse gebracht wurde inklusive Refill. Dazu gab es normale Milch, Low Fat Milch oder Soja Milch. Die Milch wurde separat bereitgestellt, damit der Kunde seinen Kaffee individuell verdünnen kann. Ganz besonders wichtig und hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Milch in dem kleinen Metallgefäß heiß war. Nicht wie man es oftmals in Cafes erlebt, wo es im schlimmsten Fall nur Dosenmilch gibt. Somit war für mich der Tag schon ein ganzer Erfolg. Ich hatte zuvor wenig gegessen und nach dem Refill fing ich innerlich schon an zu zittern. Wir mussten dringend etwas essen. 
Erst am dritten Tag haben wir es geschafft uns für eine kleine Tour aufzuraffen. Wir wollten den berühmten Wasserfall besuchen. Einen unglaublich schönen, zierlichen Wasserfall haben die Laoten mittem in ihrem Dickicht stehen. Direkt vor dem Wasserfall war eine Brücke von der aus man Fotos von dem wundervollen Anblick des Wasserfalls schießen konnte. Dumm nur, dass sich jeder bekloppte Touri davor ablichten lassen will. Ich habe immer probiert die Leute mit winkenden Armen wegzujagen. Wer will schon Fremde Hampelmänner auf seinem Bild. Wirklich erfolgreich war ich nicht. Wir sind also, haben die Brücke passiert und sind den steilen Aufstieg hinauf. Von der Spitze des Wasserfalls konnten wir einen tollen Ausblick auf die Berge und Täler werfen. Überall waren kleine sowie große Flussadern, die sich durch den Berg schlängelten. Auf genau der anderen Seite des Wasserfalls haben wir uns dann bereit für den Abstieg gemacht. Unten angekommen wollten wir uns dann auch vor dem Wasserfall ablichten. Zuerst Sandra, dann ich. Es macht immer wieder Spass sich über alle aufzuregen und schließlich das gleiche zu machen. :D
Nach unserem kleinen Fotoshot sind wir weiter Flussabwärts. Hier sammelte sich das Wasser auf verschiedenen Terrassen. Es waren richtige kleine Schwimmbecken, die sich mit der Zeit gebildet haben. Die Außentemperatur war wirklich angenehm. Da das Wasser allerdings frisch aus der Quelle den Wasserfall herab gestürzt ist war das Schwimmen gehen eher eine Qual. Nachdem ich mich langsam in das eisige Wasser vorgewagt habe sprang Sandra einfach eiskalt von einem Stein komplett hinein. Nach fünf Minuten bekam ich dummerweise blaue Finger und wir entschlossen uns das Wasser lieber zu verlassen. Schöne Fotos und Erinnerungen haben wir dabei auf jeden Fall mitgenommen.
Zum Schluss stellte sich noch heraus, dass wir ursprünglich einen Stopp bei einem Laotischen Dorf eingeplant hatten. Der Busfahrer, der für eine Agentur auf eigene Rechnung arbeitet, hat uns das allerdings vorenthalten. Daraufhin sind wir zur Agentur spaziert und hätten, wenn wir nicht 50:50 machen wollten, das komplette Geld für die Tour zurückbekommen. Das hat uns wieder so positiv gestimmt, dass wir direkt die Busfahrt nach Vientiane bei der gleichen Agentur gebucht haben.
Leider haben wir viel zu wenig Zeit in Laos. Es gibt hier sicherlich noch so viel zu entdecken und wir sitzen bereits in Vientiane und blicken auf den Rückflug nach Kuala Lumpur in zwei Tagen.

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