Die erste Woche in China ist rum und damit auch die ersten
fünf Tage Arbeit. Pünktlich um 7:20 Uhr startet unweit von unserem Apartment
Hotel einer der geschätzt 50 Shuttle-Busse zum Werksgelände der BBAC (Joint
Venture zwischen BAIC und Daimler). Die Fahrt dauert ca. 50 Minuten und ist
meistens ein Stop-and-Go. Die Straßen sind schon morgens unglaublich voll. Es
wird gehupt, eingeschert und blockiert soweit es nur geht. Man hat das Gefühlt
jeder lebt zum großen Teil für sich und nicht für die Gesellschaft.
Bei Ankunft auf dem Werksgelände parken alle Busse auf
festgelegten Parkplätzen und werden erst wieder zum Feierabend bewegt. In der
Zeit dazwischen werden die Busse geputzt und was man halt noch so jeden Tag in
8 Stunden machen kann :P
Das Werksgelände ist riesig. Größer als das Werk
Sindelfingen und Untertürkheim zusammen und wer da einmal war, der weiss wie
riesig beide Werke sind. Zu Fuß ging es erstmal an den Arbeitsplatz in einem der Großraumbüros. Es
ist wirklich angenehm in den Büros, da die einzigen lauten Signale der
Chinesen von ihren Handys kommen. Die Häufigkeit der Handysignale lässt allerdings auf die Produktivität der Kollegen schließen. Eine Annahme über produktive
und unproduktive Arbeitszeit möchte ich hier allerdings nicht äußern. Mir fällt
dazu nur eine kurze Sequenz aus der U-Bahnstation Liangmaqiao ein. Jeder der
Gepäck bei sich trägt muss dies bei dem Betreten der U-Bahn durch einen Scanner
fahren lassen so wie man es an internationalen Flughäfen kennt. Dort standen
zwei Damen und ein Herr, der am Computer das gescannte Bild überprüft. Zu dem
Zeitpunkt war ich die einzige Person an dem Scanner und musste einen kurzen Moment auf meine Kameratasche warten, da das Band, das durch den Scanner führt sehr langsam ist. In dem Moment schwenkte mein Blick von der einen Dame über den Scanner bis schließlich zu dem Herrn an dem Computer. Ich musste zwei Mal gucken und merkte: Der Typ schläft einfach! Mein letzter Blick ging zurück zu der zweiten
Dame, die anscheinend gemerkt hatte, dass mir der schlafende Herr aufgefallen
ist und lächelte mich verschämt an. Ich lächelte nur zurück, packte meine Kameratasche
und bin gegangen. Diese Situation ist nach meinen ersten Tagen anscheinend sehr
typisch chinesisch. :D
Das Highlight der Woche war der Besuch auf dem Bierfest, dass für alle Daimler Greater China Mitarbeiter veranstaltet wird.
| Offensichtlich die Eintrittskarte für das Bierfest :P |
Das Bierfest ist ein Event bei dem an jedem Abend in der
Woche ca. 350 Mitarbeiter eingeladen werden, um den Erfolg in China zu feiern.
Kurzfristig konnte man mir noch eine Karte organisieren, nachdem eigentlich alle
schon vor meiner Ankunft vergriffen waren. Und ich sage euch es hat sich
gelohnt. Speziell natürlich für alle deutschen Kollegen, die schon eine Weile
in China wohnen. Es gab deutsches Bier, eine österreichische Band und für alle
Fleischesser Weisswürstchen, Bratwürstchen und Rostbraten mit Kartoffelbrei und
Sauerkraut.
Unser Team war das Erste, das nach Beginn der Musik auf den Bänken tanzte. Natürlich gab es vorher noch ein bisschen Input von offizieler Seite. Der Chef der Gewerkschaft hat eine Rede gehalten und im Anschluss gleichzeitig die Party eröffnet indem er ein Maß Bier geext hat. So hat der Abend begonnen und so wurde er auch beendet. Wer nüchtern nach Hause ging war selber schuld. Eine gelungene Party!
Am Freitag war die Stimmung natürlich etwas verhalten. Der Abend hatte Spuren bei allen Kollegen hinterlassen. Ich für meinen Teil habe in der Mittagspause den „Chinesen“ gemacht und anstatt Mittagessen zu gehen eine halbe Stunde auf meinen Tisch gelehnt geschlafen. Völlig normal in China…
Unser Team war das Erste, das nach Beginn der Musik auf den Bänken tanzte. Natürlich gab es vorher noch ein bisschen Input von offizieler Seite. Der Chef der Gewerkschaft hat eine Rede gehalten und im Anschluss gleichzeitig die Party eröffnet indem er ein Maß Bier geext hat. So hat der Abend begonnen und so wurde er auch beendet. Wer nüchtern nach Hause ging war selber schuld. Eine gelungene Party!
Am Freitag war die Stimmung natürlich etwas verhalten. Der Abend hatte Spuren bei allen Kollegen hinterlassen. Ich für meinen Teil habe in der Mittagspause den „Chinesen“ gemacht und anstatt Mittagessen zu gehen eine halbe Stunde auf meinen Tisch gelehnt geschlafen. Völlig normal in China…
| Unser Team in Beijing |
Am Freitag Abend saßen wir wieder etwas länger im Bus von
der Arbeit. Das Wetter gut und ich freute mich auf das Wochenede als sich
plötzlich der Himmel verdunkelte. Auf den Bildern kann man ganz gut erkenne wie
dunkel es wurde. Fast schwarz kann man schon sagen färbte sich der Himmel ein.
Dazu im Vordergrund die vielen Hochhäuser deren Fassade schimmerte und
beleuchteten Fenster glänzten. Kurz darauf fing es stark an zu regnen und man
merkte wie sich der Verkehr noch Träger entwickelte.
| Dunkler Himmel in Beijing |
| Dunkler Himmel in Beijing |
| Anstehen an der Sicherheitsschleuse |
Das zweite Bild habe ich aus dem Bus auf dem Rückwerk vom Werk aufgenommen. Ein Mädel fährt mit ihrem Fahrrad und schaut sich nebenbei mit Kopfhörern eine Serie auf ihrem Handy an. Nachdem ich gemerkt habe wie wahnsinnig die Chinesen auf der Straße unterwegs sind und das immer das Gesetz des Stärkeren zählt wundert es mich, dass die Leute so etwas zumuten.
| Fahrrahdfahren + Serie gucken |
| Mittagessen mit ganz viel Tofu |
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