Sonntag, 6. September 2015

Abflug nach Beijing

Es ist 8:15am, Sandra und ich haben wenig geschlafen und der Taxifahrer klingelt schon an der Haustür, obwohl wir 8:20am gesagt haben. Etwas im Stress sprinten wir die Treppen runter, steigen ein und fahren in Richtung Stuttgart Flughafen.
An diesem Samstag startet mein zweiter Projekteinsatz und das in der Metropole Beijing in China. Ich bin nicht aufgeregt, aber irgendwie gespannt was mich und meine Kollegen erwartet.
Viel zu früh kommen wir nach unserem ersten Flug in Frankfurt am Flughafen an und müssen uns satte 5 Stunden die Zeit vertreiben. Irgendwie haben wir wohl etwas gepennt als wir die Flüge gebucht haben. Abdullah und ich sind also kurz in mit der S-Bahn in die Innenstadt gefahren und haben uns eine Pizza bei Vapiano reingezogen. Den Rest der Zeit haben wir mit Handyspielereien und bestaunen des A380 verbracht.
Das erste Mal A380

Die Servicekräfte aus Deutschland - Apu und Daniel

Der Flug im A380 war spitze. Für mich war es auch das erste Mal ein Lufthansa Flug und ich muss sagen, es unterscheidet sich alles nicht wirklich zwischen den Airlines. Alle müssen nett sein und das Essen ist auch sehr ähnlich. Wir sind nur knapp über 8 Stunden geflogen, als wir schon in Beijing gegen 8:30am landen. Mittlerweile sind wir zu viert und fast doch wieder zu dritt, weil Abdullah mit seiner türkischen Staatsbürgerschaft an jeder Kontrolle aufgehalten wird.
Unser Pick-Up ist pünktlich, wir fahren los und müssen eigentlich nur 12km ins Hotel fahren, aber irgendwie zieht sich die Fahrt wie Kaugummi und wir brauchen ca. 50 Minuten. Und auf dem Weg zum Hotel gab es viel zu sehen, wer auf Autos steht. Audi A6 Langversion, Mercedes S-Klasse Langversion, BMW 5er Langversion. Alle kurzen Chinesen fahren diese großen Premiummarken und das auch noch als Langversion. Irgendwie verstehe ich das nicht als 1,95cm großer Deutscher.
Nach der Ankunft haben wir eingecheckt uns kurz frisch gemacht und sind direkt los in die Stadt. Auf dem Weg ist dieses Foto entstanden. Taxi oder U-Bahn wollten wir nicht fahren. Wir sind Deutsche: Wir wandern gerne, sind sparsam bis geizig und wollen was von der Stadt sehen! Man merkt, Beijing ist ebenso Auto freundlich und Fußgänger unfreundlich wie Stuttgart.




Eine große Kreuzung in der Nähe von unserem Hotel













Als erstes richtiges Gericht gibt es Nudeln mit Gurke, Sojasoße, Erdnüssen und Chili. Aber nicht zu viel Chilli… Und als wir das „Restaurant“ verlassen haben mussten wir feststellen, dass die Hälfte der Restaurantbesucher anscheinend nur zum Schlafen gekommen ist.
Nudeln mit Gurken etc.

Chinesisches Restaurant für unser erstes Chinesisches Essen

Daniel und Apu im BreadTalk

Englisch sprechen wirklich nur wenige Leute haben wir an unserem ersten Tag festgestellt, aber wenn Sie es sprechen, dann wollen sie unbedingt etwas erzählen und zeigen, dass sie es drauf haben. Und das meine ich durchaus positiv. An unserem ersten Tag habe ich die Chinesen als sehr offen und freundlich kennen gelernt. Zwei Jungs haben mit uns den auf dem Rückweg aus der Stadt den U-Bahn Fahrkartenautomaten erklärt und uns zur richtigen Plattform gebracht, nachdem sich bereits ein Engländern herzlich bei den beiden bedankt hatte. Ihr wurde vorher anscheinend auch schon geholfen. Angekommen an unserer Zielhaltestelle hat uns ein weiterer Chinese geholfen eine Prepaid U-Bahn Karte zu kaufen. Das war auch nicht ganz einfach, wenn alle Texte auf Chinesisch sind. Die Krönung war aber der Kauf einer Sim-Karte. Eigentlich hatte man uns aus Insidersicht unterbreitet, dass es eine Kofferfrau gibt, die auch Sim-Karten vertickt. Für das was in Deutschland für 5 Euro bekommt wollte sie allerdings 200 Yuan also ca. 30 Euro haben. Für mich eindeutig zu viel. Gespräch abgebrochen und weiter gesucht bis wir nach ca. 30 Minuten den China Mobile Laden gefunden haben. Dort verbrachten wir dann ca. 1,5 Stunden nachdem uns 3 Leute nicht weiterhelfen konnten musste ich mit einem fremden Handy eine fremde Frau anrufen und die hat mir dann auch Chienglisch versucht zu erklären wie das in China läuft. Eigentlich ganz einfach – im Nachhinein. Zumindest haben wir nach den 1,5 Stunden jeder ein Sim-Karte mit Freiminuten und Internet. J

Ganz toll ist die Tatsache, dass es auch hier das gute 5.0 Bier aus Deutschland gibt.
5.0 Billig-Bier im überteuerten Fresh-Bio-Supermarkt

Zum Abschluss noch ein Blick aus meinem Schlaf-/Arbeitszimmer und ein Blick in den prall gefüllten Kühlschrank nach einer ausgedehnten Shoppingtour.
Blick aus meinem Schlaf-/Arbeitszimmer
Mein prall gefüllter Kühlschrank

Jetzt hat sich der Abend doch noch etwas anders entwickelt. Eigentlich hatte ich abgeschlossen und dann kam die Einladung zu einem BBQ auf einem schönen großen Balkon mit Blick auf den CBD.
Der Gastgeber ist Deutscher und ich glaube ich war noch nie auf einer solch coolen privaten Dachterrasse. Nette Leute, jeder hat was mitgebracht und ein super Ausblick. Für den ersten Tag in Beijing hätten wir nicht mehr erleben können. Aber morgen geht es früh raus, es ist der erste Arbeitstag!
Blick auf die Terasse

Blick auf den CBD

Olli, Apu, Mike

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen