Es ist 8:15am, Sandra und ich haben wenig geschlafen und der
Taxifahrer klingelt schon an der Haustür, obwohl wir 8:20am gesagt haben. Etwas
im Stress sprinten wir die Treppen runter, steigen ein und fahren in Richtung
Stuttgart Flughafen.
An diesem Samstag startet mein zweiter Projekteinsatz und
das in der Metropole Beijing in China. Ich bin nicht aufgeregt, aber irgendwie
gespannt was mich und meine Kollegen erwartet.
Viel zu früh kommen wir nach unserem ersten Flug in
Frankfurt am Flughafen an und müssen uns satte 5 Stunden die Zeit vertreiben.
Irgendwie haben wir wohl etwas gepennt als wir die Flüge gebucht haben.
Abdullah und ich sind also kurz in mit der S-Bahn in die Innenstadt gefahren
und haben uns eine Pizza bei Vapiano reingezogen. Den Rest der Zeit haben wir mit
Handyspielereien und bestaunen des A380 verbracht.
 |
| Das erste Mal A380 |
 |
| Die Servicekräfte aus Deutschland - Apu und Daniel |
Der Flug im A380 war spitze. Für mich war es auch das erste
Mal ein Lufthansa Flug und ich muss sagen, es unterscheidet sich alles nicht
wirklich zwischen den Airlines. Alle müssen nett sein und das Essen ist auch
sehr ähnlich. Wir sind nur knapp über 8 Stunden geflogen, als wir schon in Beijing
gegen 8:30am landen. Mittlerweile sind wir zu viert und fast doch wieder zu
dritt, weil Abdullah mit seiner türkischen Staatsbürgerschaft an jeder
Kontrolle aufgehalten wird.
Unser Pick-Up ist pünktlich, wir fahren los und müssen
eigentlich nur 12km ins Hotel fahren, aber irgendwie zieht sich die Fahrt wie
Kaugummi und wir brauchen ca. 50 Minuten. Und auf dem Weg zum Hotel gab es viel
zu sehen, wer auf Autos steht. Audi A6 Langversion, Mercedes S-Klasse
Langversion, BMW 5er Langversion. Alle kurzen Chinesen fahren diese großen
Premiummarken und das auch noch als Langversion. Irgendwie verstehe ich das
nicht als 1,95cm großer Deutscher.
Nach der Ankunft haben wir eingecheckt uns kurz frisch
gemacht und sind direkt los in die Stadt. Auf dem Weg ist dieses Foto
entstanden. Taxi oder U-Bahn wollten wir nicht fahren. Wir sind Deutsche: Wir
wandern gerne, sind sparsam bis geizig und wollen was von der Stadt sehen! Man
merkt, Beijing ist ebenso Auto freundlich und Fußgänger unfreundlich wie
Stuttgart.
 |
| Eine große Kreuzung in der Nähe von unserem Hotel |
Als erstes richtiges Gericht gibt es Nudeln mit Gurke,
Sojasoße, Erdnüssen und Chili. Aber nicht zu viel Chilli… Und als wir das „Restaurant“
verlassen haben mussten wir feststellen, dass die Hälfte der Restaurantbesucher
anscheinend nur zum Schlafen gekommen ist.
 |
| Nudeln mit Gurken etc. |
 |
| Chinesisches Restaurant für unser erstes Chinesisches Essen |
 |
| Daniel und Apu im BreadTalk |
Englisch sprechen wirklich nur wenige Leute haben wir an
unserem ersten Tag festgestellt, aber wenn Sie es sprechen, dann wollen sie
unbedingt etwas erzählen und zeigen, dass sie es drauf haben. Und das meine ich
durchaus positiv. An unserem ersten Tag habe ich die Chinesen als sehr offen und
freundlich kennen gelernt. Zwei Jungs haben mit uns den auf dem Rückweg aus der
Stadt den U-Bahn Fahrkartenautomaten erklärt und uns zur richtigen Plattform
gebracht, nachdem sich bereits ein Engländern herzlich bei den beiden bedankt
hatte. Ihr wurde vorher anscheinend auch schon geholfen. Angekommen an unserer
Zielhaltestelle hat uns ein weiterer Chinese geholfen eine Prepaid U-Bahn Karte
zu kaufen. Das war auch nicht ganz einfach, wenn alle Texte auf Chinesisch
sind. Die Krönung war aber der Kauf einer Sim-Karte. Eigentlich hatte man uns aus
Insidersicht unterbreitet, dass es eine Kofferfrau gibt, die auch Sim-Karten
vertickt. Für das was in Deutschland für 5 Euro bekommt wollte sie allerdings
200 Yuan also ca. 30 Euro haben. Für mich eindeutig zu viel. Gespräch abgebrochen
und weiter gesucht bis wir nach ca. 30 Minuten den China Mobile Laden gefunden
haben. Dort verbrachten wir dann ca. 1,5 Stunden nachdem uns 3 Leute nicht
weiterhelfen konnten musste ich mit einem fremden Handy eine fremde Frau
anrufen und die hat mir dann auch Chienglisch versucht zu erklären wie das in
China läuft. Eigentlich ganz einfach – im Nachhinein. Zumindest haben wir nach
den 1,5 Stunden jeder ein Sim-Karte mit Freiminuten und Internet.
J
Ganz toll ist die Tatsache, dass es auch hier das gute 5.0 Bier aus Deutschland gibt.
 |
| 5.0 Billig-Bier im überteuerten Fresh-Bio-Supermarkt |
Zum Abschluss noch ein Blick aus meinem Schlaf-/Arbeitszimmer und ein Blick in den prall gefüllten Kühlschrank nach einer ausgedehnten Shoppingtour.
 |
| Blick aus meinem Schlaf-/Arbeitszimmer |
 |
| Mein prall gefüllter Kühlschrank |
Jetzt hat sich der Abend doch noch etwas anders entwickelt. Eigentlich hatte ich abgeschlossen und dann kam die Einladung zu einem BBQ auf einem schönen großen Balkon mit Blick auf den CBD.
Der Gastgeber ist Deutscher und ich glaube ich war noch nie auf einer solch coolen privaten Dachterrasse. Nette Leute, jeder hat was mitgebracht und ein super Ausblick. Für den ersten Tag in Beijing hätten wir nicht mehr erleben können. Aber morgen geht es früh raus, es ist der erste Arbeitstag!
 |
| Blick auf die Terasse |
 |
| Blick auf den CBD |
 |
| Olli, Apu, Mike |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen