Dirk und ich haben uns entschieden, das Wochenende auf der fantastischen Insel Sumatra zu verbringen. Genauer gesagt sind wir von Kuala Lumpur nach Medan geflogen. Von dort aus sind wir anschließend mit dem Public Bus in Richtung Bukit Bintang gefahren. Zwischenzeitlich mussten wir einmal kurz den Bus wechseln. Das alles reibungslos funktioniert hat verdanken wir den netten Indonesiern, auch wenn jeder von ihnen sicherlich eine Provision für die Vermittlung von Busfahrten bekommt. Unserer Recherche nach haben wir für den zweiten Bus auch viel zu viel bezahlt. Bei einem Land wie Indonesien fällt das allerdings nicht ins Gewicht.
In Indonesien wuselt alles auf der Straße herum. Ich dachte Malaysia ist ab und zu chaotisch, aber diese Aussage muss ich korrigieren. Dazu kommt die unglaublich schlechte Infrastruktur. Straßen sind für die Masse an Autos und Motorrollern viel zu wenige vorhanden und zu schlecht ausgebaut. Sumatra hat jetzt zwar einen neuen Flughafen, aber nur eine Einspurige Straße. Auch wenn diese ausgebaut wird und die im Weg stehenden Häuser einfach wort wörtlich abgeschnitten werden sieht es nicht so aus als ob es in Zukunft flüssiger laufen wird.
Sei es drum, ich bin nicht der Stadtplaner. :D
Nach 6 Stunden Fahrt sind wir schließlich mit der Hilfe von Eddy in Bukit Bintang angekomen. Völlig erschöpft haben wir es nur noch geschafft ein Toast zu essen und zwei bzw. drei Bier zu schlürfen. Ich sage euch, ich hatte selten so einen starken Drang ein Bier zu trinken wie an diesem Abend.
An dem selbigen Abend haben wir bei Eddy die Djungel Tour gebucht, für die wir im Grunde nach Bukit Bintang gereist sind. Für 60 Euro werden einem Tage Djungel pur, eine Übernachtung, vier Mahlzeiten und eine Rafting Tour versprochen. Und das stimmt! :)
Am Morgen also schnell gefrühstückt und nochmal den Ausblick von der Terasse genossen.
In dem Moment, in dem ich meinen letzten Schluck Kaffee genossen habe kam auch schon unser Guide samt Packer. Ando unser Guide ist 23 und ein echt angenehmer Mensch. Sein Gehilfe Jeffrey, sah aus wie Tazan und hat sich auch so benommen. Es hat richtig Spass gemacht, zu sehen, wie sich beide in ihrem Land wohlfühlen. Der Jungel bedeutet beiden anscheinend richtig viel. Natürlich werden beide von den Touristen bezahlt, aber das kleinste Stück Plastik im Djungel wurde sofort mitgenommen. Diese Momente machen mich richtig glücklich, die Einwohner wissen ihre Einnahmequelle zu schätzen.
Ich greife schon vor, es ging erstmal ab in den Djungel. :D
Ehrlich gesagt war ich etwas aufgeregt, als wir das Dorf verlassen haben und in den Urwald gewandert sind. Die Wege waren nicht immer offensichtlich zu erkennen und die Bäume und Büsche dicht an dicht.
Es hat auch gar nicht lange gedauert und wir haben die ersten Orang Utans gesehen. Das ist wirkliches Glück, denn an unserem zweiten Tag haben wir nur noch zwei Stück von den insgesamt ca. 9 Stück gesehen.
Die Bilder sagen wieder einmal mehr als unmengen an Worten.
Nachdem wir mehrere Routen in ca. 6-7 Stunden abgelaufen sind kamen wir vollständig durchgeschwitzt und erschöpft in unserem Lager an.
Bis auf die Nacht, die wir auf dem harten Boden verbringen mussten kann ich an diesem Trip wirklich alles weiter empfehlen. Wer jetzt denkt auf dem Boden schlafen ist nicht schlimm der irrt. Ich habe das am Wochenende zuvor auch drei Nächte gemacht, aber der Boden war eben. Der Erdboden in dem Lager ist hubbelig, wellig und tot unbequem. Einige von uns haben vielleicht zwei Stunden geschlafen. Dementsprechend sahen sie dann auch morgens aus. Es gab nur ein kleines Frühstück. Der Grund war wohl der danach anstehende Aufstieg. Es ging ungelogen 1,5 Stunden nur berauf und das bei 50-70% Steigung. Ich befürchte fast, dass wir nach 10 Minuten wieder alle zu 100% durchgeschwitzt waren. Der Regen am Abend zuvor hat die Luftfeuchtigkeit extrem erhöht. Hinzu kamen die Termiten, die Ameisen und die Mosquitos. Ich habe jetzt noch an meinem rechten Bein 14 Stiche, die ich eindeutig identifizieren kann. Die meisten sind schon wieder verheilt. Es war tatsächlich eine Plage...
Das Finale von dem zweiten Tag war der fantastische Ausblick von der Spitze des Berges.
Der krönende Abschluss war der Fluss, der gleichzeitig das Ende unseres anstrengenden Marsches darstellte. Es hat keine 60 Sekunden gedauert, da hatten alle ihre Badehosen angezogen und sind ab ins Wasser.
Mehr als richtig geil fällt mir dazu nicht mehr ein. Nachdem wir den ersten Flug morgens verpasst haben und ärgerlicherweise 47 Euro pro Person für einen zweiten Flug ausgeben mussten, haben wir an dem zweiten Tag darüber überhaupt keine Sekunde mehr nachgedacht. Ich mag Indonesien und ihre Einwohner und ich mag das Lied, dass auch jeder Indonesier mag: Tegar - Aku Yang Dulu Bukan Yang Sekarang
Zum Schluss noch ein Video, dass ich gemacht habe.
Das sind ja wieder tolle Bilder von Deiner Reise! Stark! Wie habt ihr denn von dieser Dschungel-Tour erfahren? Das ist doch mitten im Nirgendwo, oder? ;)
AntwortenLöschenUnglaublich wie nah ihr den Organ Utans gekommen seid - alleine dafür hat sich die Tour doch schon gelohnt! Ich kenne die nur aus dem Zoo und finde es ja schon erstaunlich, dass die Tiere sich nicht einfach aus dem Staub gemacht haben. Sind die Tiere an Menschen gewöhnt oder woran liegt das? Hat euer Guide euch dazu etwas erzählt?
Ich hätte auch noch eine andere Frage an Dich:
Bist Du am Freitag 15.11. zufällig in Kuala Lumpur? Sandra O. und ich haben auf der Rückreise von unserer Myanmar-Tour einen längeren Zwischenstopp in Kuala Lumpur und unser Reiseveranstalter meinte, wir hätten genug Zeit in die Innenstadt zu den Petronas Towers zu fahren und eine Bus-Stadtrundfahrt zu machen. Wäre doch witzig, wenn wir uns treffen würden? :)
Hey Verena, ja, das war mittem im Nirgendwo. Aber der Platz ist natürlich bekannt. Es gibt dort ganz viele Hotels und es sind einige Touristen unterwegs. Die Reise dort hin war allerdings spektakulär. Wir sind lange Bus gefahren und haben dabei einiges erlebt.
AntwortenLöschenDie Orang Utans sind wahrscheinlich schon etwas an die Leute gewöhnt, anders kann ich mir das nicht vorstellen. Füttern durfte man sie aber nicht. (Das machen viele Leute, wenn es um so kleine Affen geht) Die Guides haben wirklich gut aufgepasst, dass im Djungel alles so bleibt, wie es die Natur gemacht hat.
Es kann gut sein, dass ich am 15.11 in Kl bin. Vom 4-21.11.13 ist ein Freund hier. Ich weiss nicht wo wir uns dann genau befinden. =) Ich kann mich aber nochmal melden. Ich fänd es auf jeden Fall witzig euch zu treffen. :D
Hi Oli,
AntwortenLöschenauf ARTE kommt gerade eine Reisereportage aus Indonesien. :)
Sehr beeindruckend, was man dort alles entdecken kann.
Deine Freunde machen das genau richtig - schön ausnutzen, dass Du gerade in Asien bist und man so doppelten Grund hat zu verreisen. ;)
Vielleicht seid ihr ja an dem Nachmittag/Abend in KL, wenn wir auch dort sind - ihr müsst eure Route natürlich nicht extra drauf abstimmen. Wäre einfach nur ein klasse Zufall, wenn das klappen würde. Lieben Gruss Verena
Hi Verena,
AntwortenLöschenalso, am 15.11. bin ich wahrscheinlich nicht in Kuala Lumpur. Ein Freund ist hier und ich denke wir werden irgenwo hin fahren. Ich habe Donnerstags bis Sonntags keine uni und das bietet sich dann immer gut an.
Sollte sich das natürlich ändern und wir haben Zeit, dann würde ich mich auf jeden fall nochmal bei dir melden. Ich fände es acuh sehr lustig noch etwas in KL mit euch zu machen.