Das Wochenende stand unter dem Stern Malaysia Pur! Über die UKM wurde fünf internationalen Studenten die Möglichkeit eröffnet 4 Tage an einem Erforschungsprojekt teilzunehmen. Zu dem Zeitpunkt der Anmeldung waren das alle Informationen. Als ich auf der Infoveranstaltung den Satz: "First come, first serve" hörte bin ich direkt losgerannt und habe meinen Namen auf die Liste geschrieben. Es sollte alles bezahlt werden und uns wurde ganz viel Spass versprochen. Wer macht nicht gerne bezahlten Urlaub? :D Am Donnerstag bin ich also morgens zur UKM gefahren, um unseren Supervisor Chang und die restlichen vier Studenten zu treffen. Es waren dabei Atsunori und ein Mädel, dessen Namen ich vergessen habe aus Japan, Michaella aus Italien und Abdul aus Deuschland. Abdul und ich gehören dem gleichen Austauschprogramm an, kannten uns aber nicht, weil er die Bachelor Kurse belegt.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde sind wir rein in den Kleinbus und mit unserem Fahrer von der UKM losgedüst. Wir sind ca. 3 Stunden gefahren, um anschließend in Balairaya Parit Tujuh Baroh, Sungai Leman anzukommen. Eine kleine Stadt, von den Einheimischen Village genannt.
Nach der Ankunft traf uns somit auch gleich der Schlag. Angeblich sollten 10 Unis jeweils fünf internationale Studenten schicken. Die Realität sah tragischer Weise anders aus. Es sind 15 internationale Stunden gekommen und ca. 40-50 malaysische Schüler aus dem Kollege. Das Alter lag zwischen 18 und 20 Jahren. Das war aber noch nicht das Schlimmste. Was erwartet man auf einem internationalen Event? Reden und Infomaterial in Englisch. Es gab leider alles nur auf Malaysisch, war ja klar, die Schüler konnten alle so gut wie kein Englisch. Irgendwas ist also total schief gelaufen. Wir waren dementsprechend gefrustet. Bock auf Aktivitäten hatte keiner von uns. Als ich dann noch random in eine Gastfamilie mit 6 Malayen und einem Nigerianer gewählt wurde kam in mir so ein leichtes Aggressionsgefühl hoch. Als ich dann bemerkte, dass Abdul und Atsunori zu zwei bei einer Familie unterkommen sollten habe ich Change gebeten mich auch dort hinein zu schieben. Da mir der Nigerianer Isaac auf Anhieb sympatisch war habe ich für ihn gleich mitgefragt. Glücklicherweise hat der Wechsel geklappt. Es gab allerdings ein weiteres Problem. Es hatte einen Grund, warum Abdul und Atsunori zu zweit in die Familie kommen sollten. Die Gastfamilie hatte 9 Kinder und das freie Zimmer für die internationalen Gäste war mit einem Doppelbett ausgestattet. :D Naja, dann mussten Isaac und ich halt auf dem Boden schlafen. (Für die drei Nächte war das sogar in Ordnung, habe schon schlechter übernachtet, war immerhin alles sauber)
Die Dusche sieht gut aus, oder? Hat aber nicht funktioniert. Wir mussten über den Wasserhahn immer Wasser in den riesen Behälter lassen und uns mit der Kelle abduschen. Funktioniert auch. :D
Die Wasserzufuhr zur Toilette hat auch einen Tag nicht funktioniert. Zum Glück gibt es die Kelle. :D
An dem Donnerstagabend ist nicht mehr viel passiert. Ein paar Reden, das Kennenlernen und dann die Fahrt zu den Gastfamilien mit Traktor und Anhänger. Da fällt mir doch etwas ein. Als wir alle schon im Bett lagen kam der Familienvater aus Thailand zurück, mit dem Motorrad. Er wollte uns unbedingt begrüßen und mit uns etwas in dem Village trinken. wir also wieder Klamotten angezogen und für 1,5 Std nochmal losgezogen. Wenigstens konnte er Englisch. Die restliche Familie konnte kein Wort. Ich war mal zum Schüleraustausch in der Ukraine. Dort war es genauso. Die Mutter konnte kein Englisch und der Vater nur Französisch als Fremdsprache. Anders als die Malayen wollte er allerdings immer probieren mit mir zu kommunizieren. Man kann sich ja vorstellen wie das geklappt hat... :)
Ich mache hier einen Break, es ist noch so viel, viel wichtiges zu erzählen, dass muss ich aber auf morgen verschieben.
to do: - Abdul und Englisch
- Der Toilettenschlauch
- Fotogeier
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